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Rating

Durch das zweite Konsultationspapier zur "Neuregelung der angemessenen Eigenkapitalaus- stattung" des Baseler Bankenausschusses für Bankenaufsicht - bezeichnet auch als Basel II - ist die Thematik der risikoorientierten "Kundenportfoliosteuerung" für Banken und besonders für Unternehmen sowie mittelbar auch für Versicherer weiter in den Fokus einer wertorientierten Unternehmenssteuerung gerückt.

Für Banken und Versicherer wird insbesondere die Bonitätsprüfung von Unternehmen - also die Vorhersage der "Ausfallwahrscheinlichkeit" von Engagements - differenzierter und detaillierter als bisher zu betrachten sein. Rating muss als eine revolutionäre Veränderung der Kreditwürdigkeitsprüfung verstanden werden (Guido del Mestre, 2001).

Basel II
Basel II

Für die Unternehmen selbst kommt dem "eigenen Rating" im Wettbewerb um Kapital existenzielle Bedeutung zu. Ein "gutes Rating" ermöglicht in Zukunft ausreichende Finanzierungsspielräume und attraktive Kreditzinsen z.B. für Investitionen. Dies impliziert, dass ein "gutes Rating" eine immer wichtigere Einflussgröße des Unternehmenserfolges sein wird. Letztlich wird für die meisten mittelständischen Unternehmen in Deutschland im Gegensatz zu börsennotierten Unternehmen, deren Wert sich im Börsenkurs zeigt und damit vergleichbar ist, die "Ratingnote" eine Art der Wertbeurteilung des eigenen Unternehmens durch externe Gremien sein.

Umsetzung der Ratingstrategien
Umsetzung der Ratingstrategien

Neben der Bewertung und vor allem der Förderung der Stabilität von Unternehmen, Banken oder Versicherern lassen sich Methodiken des Ratings auch auf die Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit von Branchen und sogar für die Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit von Regionen projizieren. Im Zusammenhang mit Branchenwettbewerb sowie Wettbewerb der Regionen um Kapitalgeber ist die Bedeutung des Ratings bisher erheblich unterschätzt worden.

Beim Unternehmensrating ist es entscheidend, die Wettbewerbsfähigkeit aufgrund externer und interner Vorgaben, insbesondere auf Basis einer sorgfältigen Analyse von Risiken und Erfolgsfaktoren, zu bewerten. Hier bewährt es sich, diese Größen in einem Inventar aufzuführen und im Hinblick auf ihren Unternehmenswertbeitrag, bei Risiken beispielsweise Eintrittswahrscheinlichkeiten von Ereignissen, zu quantifizieren.

Beim Branchenrating ist über die klassische Erfassung entsprechender Kennzahlen wie Produktivitäten, Turbulenzen (Gründungen minus Insolvenzen bzw. Löschungen) vor allen Dingen die Verflechtung von besonderem Interesse. Denn durch diese wird der Wert eines externen Impulses, beispielsweise durch eine Exportsteigerung infolge Verbesserung der Währungsrelationen, für das einzelne Unternehmen nachvollziehbar.

Auf regionaler Ebene bietet es sich an, ein System sequentieller Filter aufzubauen, mit Hilfe dessen eine allgemeingültige Branchenanalyse auf die Region projiziert wird, vor dem Hintergrund zweier Fragen: Wie bedeutsam ist die Region für die Unternehmen? Wie bedeutsam sind die Unternehmen für die Region?

In diesem Kontext entwickelt Visionometrics innovative Rating-Methoden für Unternehmen, Banken, Versicherungen sowie für Wirtschaftsförderungsgremien. Grundlage sind umfangreiche Forschungsarbeiten zur Theorie der Rating-Systeme sowie praktische Erfahrungen und Kenntnisse der wichtigsten heute implementierten Rating-Methoden.

Neben die traditionellen Bausteine Finanzrating, Branchen- und Regional-Rating sowie Erfolgspotential-Rating treten innovative Elemente, die beispielsweise auch zukünftige Verlaufprognosen für das Rating ermöglichen.

Besondere Schwerpunkte der Visionometrics-Rating-Methoden sind die explizite Analyse der Risiken sowie die mehrjährige Prognose von Ausfallwahrscheinlichkeiten auf der Basis risikoorientierter Planungsmodelle ("stochastische Planung"). Eingang fanden Visionometrics-Rating- Ansätze beispielsweise im Rating-Projekt "Saxonia-Rating" mit 150 Teilnehmern für das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit und in der Software "Risiko-Kompass" von RMCE RiskCon GmbH und AXA.

Bei Visionometrics wird dieser Bereich von

vertreten.